Innoregio Styria Position

1. Die Ausgangssituation
2. Der Appell der innoregio styria
3. Position der innoregio styria - Die Strategie
4. Position der innoregio styria - Unternehmerische Forschung
5. Position der innoregio styria - Forschungs- und Bildungsorganisationen
6. Position der innoregio styria - Finanzierung
7. Position der innoregio styria - Öffentlichkeitsarbeit


1. Die Ausgangssituation

Die Steiermark
steht im weltweiten wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Wettbewerb der Regionen.

Die Steiermark hat seit den 90er Jahren einen erfolgreichen Aufholprozess eingeleitet und einen wirtschaftlichen Strukturwandel vollzogen.

Konkurrenzfähigkeit und Aufholgeschwindigkeit der Niedriglohnländer und Wachstumsmärkte in Osteuropa und Asien nehmen massiv zu und stellen eine ernsthafte Herausforderung dar.

Die hohen Sozial- und Umweltstandards und der Wohlstand in unserem Land sind nur durch eine hohe wirtschaftliche Dynamik aufrechtzuerhalten, die zentral von den "Zukunftsfaktoren" Forschung, Innovation, Technologie und Qualifizierung abhängen wird.

Durch die EU-Erweiterung ergeben sich für die Steiermark neue Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit in der "EU Zukunftsregion".
Die Lage an der Schnittstelle der EU-Erweiterung bedeutet auch verstärkten Konkurrenzdruck durch benachbarte, neue Ziel-1-Fördergebiete.

Die Steiermark nimmt im Bereich der Forschung im Bundesländervergleich bereits jetzt einen Spitzenplatz ein und hat aufgrund ihrer hervorragenden F&E-Infrastruktur (zahlreiche universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, unternehmerische F&E) ein sehr hohes Weiterentwicklungspotenzial.

Die Stadt Graz als wichtigster Forschungsknotenpunkt der Steiermark hat sich durch das Projekt "Kulturhauptstadt 2003" ein kreatives, junges und innovatives Image erarbeitet. Dieses Image muss als Synthese von Kultur, High-Tech und Lebensqualität weiterentwickelt werden.

Im Rahmen des "Lissabon- und Barcelona-Prozesses" soll Europa bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden.
Zielsetzung ist eine Forschungsquote von 3 Prozent des BIP. Die Steiermark liegt mit einer Forschungsquote von 3,55% bereits jetzt über diesem Zielwert.

Im Bereich der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses erreichen einige der neuen EU-Staaten sowohl qualitativ wie auch quantitativ einen hervorrangenden Standard, wodurch sich der Wettbewerb weiter verschärfen wird.

Vielfach wandern hoch qualifizierte Wissenschafter und Forscher aufgrund mangelnder Rahmenbedingungen von Europa in die USA aus.

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2. Der Appell der innoregio styria


Die Steiermark
braucht eine abgestimmte Technologie-, Innovations- und Qualifizierungspolitik.

Eine Aufforderung an alle:

  • die unternehmerischen F&E-Aktivitäten massiv auszubauen
  • bedeutend mehr Mittel in der Steiermark für F&E und Qualifizierung bereitzustellen
  • die Steiermark in Wien und Brüssel besser zu positionieren
  • die universitäre und außeruniversitäre Forschung zu intensivieren und die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu forcieren

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    3. Position der innoregio styria - Die Strategie

    Die verstärkte Konzentration auf die "Zukunftsfaktoren" Forschung, Innovation, Technologie und Qualifizierung ist Voraussetzung für eine weiterhin positive Entwicklung der Steiermark.

    Professionelles Lobbying für den Forschungs- und Hightechstandort Steiermark in Wien und Brüssel ist notwendig.
    Die Steiermark muss aufgrund des nach Wien größten Forschungspotenzials als Schlüsselspieler zur Erreichung der österreichischen Ziele im Rahmen der "Lissabon-Strategie" fungieren.

    Eine politische Strategie zur internationalen Profilierung der Steiermark als "Innovationsregion" mit konkreten und quantfizierbaren Zielen ist zu definieren.
    Dazu wird eine verbindliche Beschlussfassung der Landesregierung zu koordinierten Anstrengungen, welche auch mit der Forschungs- und Förderpolitik Österreichs (aktuelle innovationspolitische Maßnahmen der Bundesregierung, Bund-Steiermark-Kooperation) und der Europäischen Union (Europäischer Forschungsraum) abgestimmt sind, benötigt.

    Die Messlatte für die Steiermark sind international führende F&E-Regionen und weniger der innerösterreichische Vergleich der Bundesländer.

    Für die Kompetenzaufteilung im Land für Forschung, Innovation, Technologie und Qualifizierung sind einfache und abgestimmte Zuständigkeits- und Verantwortungsbereiche notwendig, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden.
    Ziel muss eine gesamthafte und integrierte Vorgangsweise im politischen Verantwortungsbereich sein.

    Forschungs- und technologiepolitische Schwerpunkte auf Basis der Analyse der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Stärkefelder der Steiermark sind zu definieren.

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    4. Position der innoregio styria - Unternehmerische Forschung

    Die sehr gute unternehmerische F&E-Spitze der Steiermark muss durch eine Innovationsoffensive bei KMUs und durch Intensivierung der (grenzüberschreitenden) Kooperation zwischen Großbetrieben und KMUs verbreitet werden.

    Die bestehende Technologieführerschaft steirischer Betriebe in Nischenbereichen muss gesichert und auf neue Wachstumssektoren ausgeweitet werden.

    Wirtschaftliche F&E-Indikatoren der Steiermark (Patente, F&E-Beschäftigungsquote im firmeneigenen Bereich, F&E-Förderungen für Unternehmenssektor) befinden sich derzeit im Österreichvergleich nur auf durchschnittlichem Niveau und müssen deutlich verbessert werden.

    Das Bewusstsein zur Verstärkung von unternehmensbezogenen F&E-Aktivitäten muss durch Anreize (Öffentlichkeitsarbeit, Förderungen, Fokus auf wirtschaftsnahe F&E) angeboten werden.

    Das Halten und der Ausbau von Headquarters und Centers of Competence sowie mittelständischen Hightech-Betrieben als Motoren für Innovation haben für die Wirtschaftspolitik Priorität.

    Unternehmensgründungen im Hightech-Bereich und unternehmerische Spin-offs rund um steirische Leitbetriebe und Forschungsorganisationen sind weiter zu forcieren.

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    5. Position der innoregio styria - Forschungs- und Bildungsorganisationen

    Die Innovationskraft der steirischen Universitäten gilt es in Zukunft noch stärker zu nutzen.
    Zielsetzung ist es, innerhalb der Universitäten internationale "Centers of Excellence" in ausgewählten Fachbereichen herauszubilden.

    Die Intensivierung der Kooperation zwischen Wirtschaft und Forschungsorganisationen benötigt ein institutionalisiertes Vorgehen.
    Mit dem UG 2002 sind neue Zusammenarbeitsmodelle mit den Universitäten möglich, wozu ein offensiver Vertrieb des Know-hows der steirischen Universitäten erforderlich ist.

    Forschung und Innovation an den Fachhochschulen ist praxisnah in speziellen Nischenbereichen und in Abstimmung mit den Universitäten zu forcieren.

    Die Sicherung der Verfügbarkeit hoch qualifizierter Wissenschafter und exzellent ausgebildeter Hochschulabsolventen ist Voraussetzung für die Intensivierung der steirischen Forschungsaktivitäten..

    Die Internationalisierung der Forschungsaktivitäten an den Universitäten ist weiter zu forcieren (internationale Projekte, Mobilität der Forscher, Attraktivität der Universitäten für ausländische Forscher).

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    6. Position der innoregio styria - Finanzierung

    Studien betonen die Notwendigkeit einer Trennung des Fördersystems in eine strategische Ebene (politische Ressorts, Landesverwaltung) und eine operative Ebene (ausgelagerte Fördereinrichtungen) sowie die Konzentration von Förderinitiativen und die Standardisierung von Förderrichtlinien als Basis für die Vergabe von Förderungen.
    Eine moderne Förderpolitik muss sich danach ausrichten.

    Zur Sicherung der Zukunft benötigt die Innovation budgetäre Priorität:
    Die Förderungen der öffentlichen Hand müssen um 12% pro Jahr erhöht werden, um die bundesweite Zielforschungsquote von 2,5% bis 2006 und 3% bis 2010 zu erreichen. Die Steiermark muss als Schlüsselspieler einen überdurchschnittlichen Beitrag dazu leisten.

    Steirische Forschungsmittel müssen stärker unter der Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit von Forschungsprojekten und der maximalen Hebelwirkung dieser Mittel eingesetzt werden.
    Das steirische Forschungsbudget ist nach Effizienz und Effektivität des Mitteleinsatzes zu überprüfen, dementsprechend neu auszurichten und revolvierend zu evaluieren.

    Die Forschungsförderungsaktivitäten der zuständigen Fachabteilungen sowie der Fonds (Zukunftsfonds, Steiermärkischer Wissenschafts- und Forschungslandesfonds) sind in einer abgestimmten Strategie zu koordinieren bzw. zusammenzuführen.

    Sowohl Projekt- (bottom-up) als auch Programm- (top-down) Förderung sind weiterhin notwendig.
    Entscheidend für Wirtschaft und Wissenschaft ist die Planungsicherheit mit öffentlichen Finanzierungsmitteln.

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    7. Position der innoregio styria - Öffentlichkeitsarbeit

    Im Wettbewerb der Regionen gilt es, die Steiermark unter Berücksichtigung positiver bundesweiter Entwicklungen als attraktiven Standort offensiv zu vermarkten:

    Innovationsland Steiermark
    Präsentation der Steiermak als Innovationsregion, Darstellung des Wandels (vom Technologienehmer zum Technologiegeber, vom Land der Zulieferer zum Land der Marken), Schaffung eines innovativen Klimas (Kreativität, Dynamik, Jugendlichkeit), Vermittlung der hohen Ausbildungskompetenz der Steiermark ("Land der hellen Köpfe"), Verbesserung des Images von naturwissenschaftlich-technischen Ausbildungen, etc.

    Innovationsstadt Graz
    Internationale Positionierung der Stadt Graz in der öffentlichen Kommunikation ihrem Potenzial entsprechend mit der Dachmarke "Innovationsstadt" für Kultur, Wissenschaft und Technologie

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