Wir Steirer kooperieren, um bei der Forschung die Nummer 1 zu sein
Die steirische Kooperationsstrategie „Innovation durch Kooperation“ wurde bei den Alpbacher Technologiegesprächen 2015 anhand des Themenschwerpunkts „Health – Chancen durch Digitalisierung“ veranschaulicht. Unter der Federführung der innoregio styria, gab es neben einer eigenen Präsentationsfläche steirischer F&E-Kompetenzen mit 3D-Hologramm auch ein ausführliches Hintergrundgespräch zum Leitthema.
Wer etwas von Technologie, Forschung und Entwicklung versteht, pilgert alljährlich im Sommer in ein beschauliches Tiroler Alpendorf. Die Alpbacher Technologiegespräche sind ein Synonym für Innovation, Forschergeist und Vernetzung. Und hier darf die Steiermark, die mit einer F&E-Quote von 4,8 Prozent (Stand August 2015) wieder eindrucksvoll das nationale Ranking anführt, natürlich nicht fehlen. Koordiniert von der innoregio styria, einer Vernetzungsplattform von Wirtschaft und Wissenschaft, präsentierte sich die Steiermark in diesem Jahr mit besonderem Augenmerk auf Smart Production and Services sowie dem steirischen Stärkefeld der Health-Technology. Beides Zukunftsfelder, die noch stärker voneinander profitieren werden, wie u.a. die Experten des Joanneum Research beim Hintergrundgespräch zum Auftakt der Technologiegespräche veranschaulichten.
Smarte Production & Health
Best Practice Beispiele aus der Industrie zeigten, dass die Digitalisierung bereits in den Produktionen angekommen ist und laufend neue Produkte im Health-Bereich entstehen. So entwickelte der obersteirische Maschinenbauer Hage einen 3D-Drucker, der bei Schädel-Operationen eingesetzt wird. Das notwendige Schädelimplantat – die Alpbach Teilnehmer konnten sich davon mittels 3D-Hologramm ein Bild machen – wird direkt im Operationssaal angefertigt und kann vom Chirurgen gleich eingesetzt werden. Glued Pills, die Verbindung unterschiedlicher Wirkstoffe sind eine Innovation von M&R Automation am Kompetenzzentrum RCPE. Und die ams AG kooperiert mit Siemens, um bei der Computertomographie eine bessere Bildqualität zu erzielen.
Innovation durch Kooperation
Innoregio Styria Präsident Mag. Jochen Pildner-Steinburg betonte am Rande der Gespräche, dass die Kooperationsstrategie der Steiermark „Innovation durch Kooperation“ eine Erfolgsstrategie ist, es aber noch Luft nach oben gäbe. Die Industrie trägt aktuell 75 Prozent – 1,5 Milliarden von gesamtsteirischen 2 Milliarden – des Forschungsvolumens und im öffentlichen Bereich ist hier mittelfristig keine Veränderung zu erwarten. Die enge Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft wird also auch im großen Themenfeld „Smart Productions and Services“ eine zentrale Rolle in der Steiermark spielen. Eine konkrete Anforderung wird sein Wertschöpfungsketten, wie beispielsweise jene im Health-Bereich zu schließen, um Produkte auch wirklich bis zur Zulassung zu bringen. Forschungsaktive Betriebe werden dazu beitragen, das dritte steirische Stärkefeld – neben Mobility und Eco – zu etablieren. Wegweisende Projekte wie etwa Europas größte Biobank mit Sitz in Graz zeigen bereits in welche Richtung es gehen wird.
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